Stellenausschreibung

Reg.-Nr. 205/2022
Fristende 03.07.2022

for english: https://jobs.uni-jena.de/6gwm9

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Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist eine traditionsreiche und forschungsstarke Universität im Zentrum Deutschlands. Als Volluniversität verfügt sie über ein breites Fächerspektrum. Ihre Spitzenforschung bündelt sie in den Profillinien Light – Life – Liberty. Sie ist eng vernetzt mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, forschenden Unternehmen und namhaften Kultureinrichtungen. Mit rund 18.000 Studierenden und mehr als 8.600 Beschäftigten prägt die Universität maßgeblich den Charakter Jenas als weltoffene und zukunftsorientierte Stadt.

Im Sonderforschungsbereich (SFB) ChemBioSys der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist – vorbehaltlich der endgültigen Bewilligung durch die DFG - zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (Postdoktorand:in)

in Vollzeit zu besetzen.

Obwohl Mikroalgen wesentlich zur globalen CO2-Fixierung beitragen, sind ihre molekularen Interaktionen mit anderen Mikroben in den Ökosystemen immer noch wenig bekannt. Wir haben die Interaktion der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii mit anderen Mikroorganismen innerhalb des SFBs ChemBioSys (www.chembiosys.de) untersucht und entdeckt, dass Pseudomonas protegens das Algenwachstum massiv hemmt. Die Bakterien scheiden Naturstoffe aus wie z.B. ein zyklisches Lipopeptid, welches ein Ca2+-Signal und Entgeißelung verursacht oder ein Polyin, das die Algen erblinden lässt und sie lysiert (Aiyar et al., Nat. Commun. 8, 1756, 2017; Rose et al., Environ. Microbiol. 23, 5525-5540, 2021; Hotter et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA 118, e2107695118, 2021; Bando et al., Chem., doi: 10.1002/chem.202104417, 2022). Wir haben auch eine marine Chlamydomonas sp. als genetisch zugängiges Modell etabliert (Carrasco Flores et al., J Phycol, 2021, doi: 10.1111/jpy.13083). Wir wollen nun die involvierten Signalwege in Chlamydomonas reinhardtii untersuchen, uns auf die bakterielle Virulenz und ihre Neutralisierung fokussieren sowie biotische Interaktionen im marinen System mit Chlamydomonas sp. analysieren.

Ihre Aufgaben:

    • Untersuchungen zum Aktionsmechanismus des zyklischen Lipopeptids und den involvierten Ca2+ Kanälen
    • Bakterielle Virulenz: Untersuchungen zum Einfluss von Makronährstoffen und Helferbakterien
    • Biotische Interaktionen mit der marinen Chlamydomonas

Ihr Profil:

    • Promotion (PhD, Dr. rer.nat. oder ein vergleichbarer Doktortitel) in Molekularbiologie, Zellbiologie, Botanik, Phykologie, Mikrobiologie oder ein vergleichbares Forschungsgebiet
    • Der:die Bewerber:in sollte hoch motiviert arbeiten. Erfahrungen mit molekularbiologischen, mikrobiologischen und biochemischen Methoden sind erwünscht. Er:Sie sollte mit der Anzucht von Mikroorganismen vertraut sein.
    • Sehr gute Englischkenntnisse werden erwartet.

Unser Angebot:

    • Ein Forschungsumfeld auf hohem Niveau
    • Enge Interaktionen mit den involvierten Institutionen des SFBs (www.chembiosys.de)
    • Attraktive Nebenleistungen z.B. Vermögenswirksame Leistungen, Job-Ticket (Vergünstigungen für öffentliche Verkehrsmittel), betriebliche Altersvorsorge (VBL)
    • Eine universitäre Gesundheitsförderung und ein familienfreundliches Arbeitsumfeld mit flexiblen Arbeitszeiten
    • Vergütung nach den Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) entsprechend den persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 13

Beteiligte Einrichtungen:

Die Einstellung erfolgt befristet auf vier Jahre. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann senden Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, vollständiger Lebenslauf, alle Zeugnisunterlagen sowie Empfehlungsschreiben von Betreuern bisheriger Forschungsarbeiten, Publikationsliste) unter Angabe der Registrier-Nummer 205/2022 (vorzugsweise in elektronischer Form in einer einzigen Pdf-Datei) bis zum 03.07.2022 an:

Prof. Dr. Maria Mittag
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Matthias-Schleiden-Institut für Genetik, Bioinformatik und Molekulare Botanik
Am Planetarium 1
D-07743 Jena
E-Mail: M.Mittag@uni-jena.de

Tel.: +49 (0)3641-949201/ Fax: +49 (0)3641-949202

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