Stellenausschreibung

Reg.-Nr. 155/2024
Fristende 15.08.2024

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Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist eine traditionsreiche und forschungsstarke Universität im Zentrum Deutschlands. Als Volluniversität verfügt sie über ein breites Fächerspektrum. Ihre Spitzenforschung bündelt sie in den Profillinien Light – Life – Liberty. Sie ist eng vernetzt mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, forschenden Unternehmen und namhaften Kultureinrichtungen. Mit rund 18.000 Studierenden und mehr als 8.600 Beschäftigten prägt die Universität maßgeblich den Charakter Jenas als weltoffene und zukunftsorientierte Stadt.

Im Institut für Zoologie und Evolutionsforschung ist zum 15. September 2024 eine Stelle als

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in Zoologie (Postdoc)

in Vollzeit zunächst für zwei Jahre zu besetzen.
Das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung betreibt moderne zoologische Forschung mit evolutionärer Perspektive. Die Forschungsthemen umspannen Entomologie, funktionelle Wirbeltiermorphologie, vergleichende Entwicklungsbiologie und Neuroethologie.
Die Arbeitsgruppe von Andreas Hejnol (hejnol-lab.com) bietet Projekte an, die von der Genomanalyse über die Morphologie bis hin zu fortgeschrittenen, vergleichenden entwicklungsbiologischen Ansätzen reichen. Wir kombinieren Methoden der Molekularbiologie, Genomik, Elektronen- und Lichtmikroskopie und Einzelzell-Omik, um eine Reihe von marinen und limnischen Nicht-Modellorganismen zu untersuchen.

Von den Postdocs wird erwartet, dass sie vorhandene Technologien nutzen und die Implementierung moderner Techniken auf Nicht-Modellarten vorantreiben. Die ideale Kandidatin/der Kandidat, soll aktuelle Fragen der Evolutionsbiologie lösen, die sich auf die Evolution von Zelltypen, Organsystemen, Entwicklungswegen, physiologischen Prozessen oder der Interaktion des Organismus mit der Umwelt beziehen. Eine Liste interessanter evolutionärer Modifikationen, einschließlich entwicklungsbedingter, physiologischer und morphologischer Merkmale bei Nicht-Wirbeltierarten, steht zur Untersuchung zur Verfügung, deren Auswahl durch die Präferenz des Postdocs beeinflusst werden kann. Aktive Mitarbeit in Lehre und Outreach, z. B. durch das Phyletischen Museums, wird erwartet.

Unsere Arbeitsgruppe versucht zu verstehen, wie sich die faszinierende phänotypische Vielfalt der Natur entwickelt hat und wie genomische, zelluläre und entwicklungsbedingte Veränderungen zu dieser Vielfalt geführt haben. Die Arbeit im Hejnol-Labor umfasst bioinformatische und embryologische Arbeiten. Da Andreas Hejnol auch Direktor des Phyletischen Museums ist, trägt das Labor aktiv zu seinen Outreach-Aktivitäten bei. Englisch ist die Arbeitssprache in unserem Labor. Je nach Qualifikation und Wunsch kann dem/der Kandidat:in, ein hoher Grad Selbstständigkeit gegeben werden, z.B. eigene Fördermittel einzuwerben, eigene Kurse zu konzipieren und einen eigenen Forschungspfad am Institut zu entwickeln. Die Unabhängigkeit kann z.B. auch durch eine eigene Webseite visualisiert werden. Darüber hinaus wird die Möglichkeit zur Habilitation geboten.

Ihre Aufgaben:

    • Durchführen eines Forschungsprojekts zur vergleichenden Entwicklungsbiologie
    • Unterstützung der Aus- und Weiterbildung von Labormitarbeitern und Studenten
    • Unterricht in einem oder mehreren Studiengängen der Zoologie, Evolutionsbiologie, Molekularbiologie oder Bioinformatik im Bereich Zoologie und Evolutionsbiologie (4 SWS)
    • Teilnahme an Sammelfahrten zu marinen Feldstationen
    • Arbeit an einem eigenen wissenschaftlichen Qualifizierungsprojekt, i.d.R. Habilitation
    • Teilnahme an nationalen und internationalen Meetings in Ihrem Verantwortungsbereich
    • Schreiben und Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten in peer-reviewed Journals
    • Teilnahme an Lehr- und Vermittlungsaktivitäten

Ihr Profil:

    • Erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium mit Schwerpunkt Zoologie, Entwicklungsbiologie, Evolutionsbiologie, Genomik oder einem verwandten Bereich mit anschließender Promotion.
    • Kenntnisse in Evolutionsbiologie, Entwicklungsbiologie und molekularen Ansätzen
    • Erfahrungen in der Arbeit mit Embryonen oder anderen Entwicklungsstadien von Tieren sind von Vorteil.
    • Kenntnisse in Bioinformatik und Sequenzanalyse sind von Vorteil.
    • Englische Kommunikationsfähigkeiten in Wort und Schrift

Unser Angebot:

    • Vergütung nach den Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) entsprechend den persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe (TLV13).
    • Selbständiges Arbeiten bei einem der größten Arbeitgeber Thüringens und spannende und abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder mit Gestaltungsfreiheit
    • Sie arbeiten in nationalen und internationalen Netzwerkstrukturen mit renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen
    • Flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit und ggf. Telearbeit)
    • Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld mit vielfältigen Angeboten für Familien: Hochschulfamilienbüro „JUniFamilie“ und flexible Kinderbetreuung („JUniKinder“)
    • Hochschulische Gesundheitsförderung und vielfältiges Hochschulsportangebot
    • Attraktive Nebenleistungen, z.B. vermögenswirksame Leistungen (VL) und eine betriebliche Altersvorsorge (VBL)
    • 30 Tage Erholungsurlaub im Kalenderjahr zuzüglich zwei arbeitsfreie Tage am 24. und 31.12

Die Tätigkeit ist grundsätzlich auch für eine Beschäftigung in Teilzeit geeignet. Inwieweit einem Teilzeitwunsch, insbesondere hinsichtlich Lage und Umfang der Teilzeit, stattgegeben werden kann, wird anhand der dienstlichen Bedürfnisse geprüft.
Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich mit Lebenslauf, Publikationsliste und Kontaktdaten von mindestens zwei Referenzen sowie einer Zusammenfassung der bisherigen Forschungserfahrung (max.1 Seite) und einem Motivationsschreiben (max.1 Seite) bis zum 15. August 2024 über unser Onlineformular.
Der Bewerbung sind Kopien von Zeugnissen und Noten beizufügen.
Die Bewerber der Ausschreibung 085/2024 müssen sich nicht erneut bewerben und werden bereits berücksichtigt.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Andreas Hejnol (andreas.hejnol@uni-jena.de ).

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